Ein gemeinsames Anliegen.
GÜNSTIGE RÄUME
FÜR ZÜRICH.
JETZT.
Werkstätten, Quartierläden, Kulturorte und Treffpunkte brauchen günstige Mieten. Sie verschwinden hier und jetzt. Gemeinsam fordern wir Stadt und Kanton Zürich zum Handeln auf.
Das Anliegen: Günstige Räume schaffen und erhalten – für eine vielfältige und lebendige Stadt.
Deine Unterstützung: Mit Deiner Unterschrift unterstützt Du die sieben Forderungen des definitiven Manifests.
Die sieben Forderungen entdeckenDeine Stimme schafft Raum.
Unterzeichne das Zürcher Manifest für erschwingliche Räume. Gemeinsam geben wir den sieben Forderungen an Stadt und Kanton Zürich Gewicht.
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Manifest für eine vielfältige und lebendige Stadt
Stand 30.10.2026
Die Lage in Zürich ist nicht nur auf dem Wohnungsmarkt dramatisch: Die letzten günstigen Räume für Kultur, Gewerbe, Szenen und Communities verschwinden hier und jetzt, ohne entsprechenden Ersatz. Für eine lebendige Stadt sind sie unverzichtbar, denn hier begegnen sich Menschen, hier lässt sich Neues erproben. Dadurch entstehen Ideen und Projekte, die das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Leben nachhaltig prägen. Sie ermöglichen die Aushandlung gesellschaftlicher Konflikte, schaffen Identität und Zusammenhalt. Ein sichtbarer Wert, der sich nicht in Rendite messen lässt.
Ob Kiosk, Coiffeur, Schreinerei, Quartierbäckerei, Spezialitätenladen, Restaurant oder Club, günstige Räume für solche Nutzungen bilden das Rückgrat eines lebendigen Quartierlebens. Die meisten laufen Gefahr, durch Mieterhöhungen oder Kündigung verdrängt zu werden. An ihrer Stelle entstehen hochrentable Projekte für Luxuswohnungen, Büros und teure Läden. Auch Zwischennutzungen, von der Zentralwäscherei über die Kaserne bis zum Sihlquai, sind elementare soziale und kulturelle Treffpunkte für die ganze Region. Aber nur geduldet auf Zeit droht ihnen das Aus durch Projekte von Privaten, Stadt und Kanton. Verloren gehen in allen diesen Fällen durchmischte Quartiere und das Reizvolle eines Ortes: das Verspielte und das Unfertige.
Viele der Unternehmen, Initiativen, Kulturorte und Brands, die Zürich heute prägen, hätten ohne günstige Miete nie entstehen können. Beispiele wie Freitag, das Projekt «Essen für Alle» oder die Photobastei zeigen, dass erfolgreiche Ideen dort entstehen, wo Experimente möglich sind und Risiken tragbar. Heute gehen immer mehr dieser Räume verloren.
Es ist an der Zeit, dass dem Wert dieser Nutzungen endlich Rechnung getragen wird. Durch bewusste Entscheide verhindern oder ermöglichen Investoren, Immobilienfirmen, aber auch die öffentliche Hand günstige Mieten für Gewerbe und Kultur. Durch aktive Bodenpolitik, langfristige Nutzungsstrategien, einen verbindlichen Anteil günstiger Mieten und den Erhalt bestehender Gebäude könnte man Einfluss nehmen. Die Instrumente sind also vorhanden. Was es braucht, ist der politische Wille, sie einzusetzen.
Eine Stadt, die ihre Vielfalt durch günstige Mieten schützt, bewahrt ihre Fähigkeit, sich zu erneuern. Darum gilt: Günstige Räume schaffen und erhalten – jetzt.
Verfasst von
Mitgewirkt haben
FORDERUNGEN
Wir fordern ein klares politisches Bekenntnis von Stadt und Kanton Zürich zu günstigen Räumen, auch für soziokulturelle Nutzungen, sowie eine langfristige Sicherung und Neuschaffung von nichtkommerziellen und preisgünstigen Räumen durch:
MORATORIUM DURCHSETZEN
Wir fordern ein Moratorium für Planungen und Projekte, die bestehende günstige Räume verdrängen. Städtische und kantonale Grossprojekte, die günstigen Raum für Kultur, Gewerbe oder Soziales verdrängen, sind zu sistieren, bis eine Lösung für dessen Erhalt oder Ersatz gefunden ist.
VIELFÄLTIGE ERDGESCHOSSE FÖRDERN
Erlebt wird die Stadt auf Augenhöhe. Lebendige und nachhaltige Orte sind vielfältig und zu unterschiedlichen Tageszeiten belebt. Deshalb fordern wir Kanton und Stadt auf, die Mischung von Nutzungen in den Erdgeschossen aller Zonen gezielt zu stärken. Auch öffentliche Gebäude wie Schulen sollen die Möglichkeit haben, Kultur, Kleingewerbe und Soziales zu integrieren (Ergänzung von § 60 PBG, Ausweitung von Art. 6a BZO).
BESTEHENDE MIETEN ERHALTEN UND ERWEITERN
Die günstigsten Mieten finden sich in bestehenden Gebäuden. Es muss daher einfacher und günstiger werden, den Bestand zu erhalten und zu transformieren, anstatt ihn abzureissen. Mit steuerlichen und rechtlichen Vorteilen könnte man dafür Anreize schaffen.
STRATEGIEN ENTWICKELN
Der Kanton und die Stadt Zürich stehen in der Verantwortung, günstige Räume für Gewerbe, Kultur und Soziales bereitzustellen. Wir fordern, dass sie Leitbilder formulieren, mit denen sie Strategien zu deren langfristiger Sicherung und Schaffung erarbeiten.
ANGEBOT AUSBAUEN
Die Nachfrage nach günstigen Räumen in Zürich ist enorm! Die Raumbörse, das Gremium Günstiger Raum und die Stiftung PWG stellen zeitlich befristet oder unbefristet Räume zu günstigen Mieten bereit. Wir fordern den Ausbau dieser Organisationen, um damit eine Ausweitung des Angebots zu ermöglichen.
MINDESTANTEIL FESTLEGEN
Wir fordern den Kantonsrat auf, das Planungs- und Baugesetz zu ergänzen und analog zum preisgünstigen Wohnraum (§ 49b PBG) auch einen Mindestanteil an preisgünstigem Raum für Gewerbe, Kultur und Soziales festzulegen, damit die Stadt durchmischt bleibt.
SERVICE PUBLIC WEITER DENKEN
Wir fordern einen verbindlichen Beitrag zur Schaffung günstiger Räume durch staatsnahe Unternehmen mit grossem Immobilienbesitz wie etwa SBB, Post oder Swisscom, aber auch durch Institutionen wie die Kirche. Diese sind gerade wegen ihres öffentlichen Auftrages im Besitz eines entsprechenden Immobilienportfolios und tragen darum Mitverantwortung für unsere Gesellschaft.
Sieben Forderungen.
Jetzt handeln.
Die Instrumente sind vorhanden. Was es braucht, ist der politische Wille, sie einzusetzen.
Die Forderungen im Überblick. Den vollständigen Wortlaut findest Du im Manifest.
01MORATORIUM DURCHSETZENErhalt oder Ersatz sichern, bevor günstiger Raum verloren geht.
Städtische und kantonale Grossprojekte sollen warten, bis eine Lösung für den günstigen Raum vorliegt. Der Erhalt seiner Nutzungen gehört damit an den Anfang der Planung.
Wortlaut im Manifest02VIELFÄLTIGE ERDGESCHOSSE FÖRDERNPlatz für Gewerbe, Kultur und Soziales – auch in öffentlichen Gebäuden.
Stadt und Kanton sollen gemischte Nutzungen in Erdgeschossen aller Zonen stärken. Das Manifest nennt dafür auch Schulen und verlangt Anpassungen von PBG und BZO.
Wortlaut im Manifest03BESTEHENDE MIETEN ERHALTEN UND ERWEITERNBestehende Gebäude erhalten und weiterentwickeln.
Der Bestand bietet die günstigsten Mieten. Steuerliche und rechtliche Anreize sollen Erhalt und Transformation einfacher und günstiger machen als den Abriss.
Wortlaut im Manifest04STRATEGIEN ENTWICKELNStadt und Kanton brauchen langfristige Leitbilder und Strategien.
Die öffentliche Hand soll günstige Räume für Gewerbe, Kultur und Soziales bereitstellen und ihre Sicherung und Neuschaffung langfristig planen.
Wortlaut im Manifest05ANGEBOT AUSBAUENRaumbörse, Gremium Günstiger Raum und Stiftung PWG stärken.
Diese Organisationen bieten bereits günstige Räume an. Ihr Ausbau soll mehr zeitlich befristete und unbefristete Angebote ermöglichen.
Wortlaut im Manifest06MINDESTANTEIL FESTLEGENPreisgünstigen Raum im Planungs- und Baugesetz verankern.
Der Kantonsrat soll einen Mindestanteil für Gewerbe, Kultur und Soziales festlegen – analog zum preisgünstigen Wohnraum.
Wortlaut im Manifest07SERVICE PUBLIC WEITER DENKENGrosse Eigentümer mit öffentlichem Auftrag in die Pflicht nehmen.
Auch SBB, Post, Swisscom und Institutionen wie die Kirche sollen verbindlich zur Schaffung günstiger Räume beitragen.
Wortlaut im ManifestLebendige Quartiere
brauchen günstige Mieten.
Raum für den Alltag.
Raum für Neues.
Der Kiosk, die Schreinerei, die Quartierbäckerei, das Restaurant oder der Club: Solche Nutzungen tragen das Quartierleben. Mieterhöhungen und Kündigungen gefährden ihren Platz in der Stadt.
Auch Zwischennutzungen verbinden Menschen weit über ein Quartier hinaus. Mit ihnen gehen Begegnungsorte, Experimentierräume und gewachsene Beziehungen verloren.
Deshalb rückt das Manifest bestehende Gebäude ins Zentrum: Sie bieten die günstigsten Mieten. Ihr Erhalt und ihre Transformation sollen einfacher und günstiger werden als der Abriss.
Bestehende Mieten erhalten und erweitern ↗Betroffen?
Werde Erstunterzeichner:in.
Du möchtest mehr tun als unterzeichnen? Hier können sich Einzelpersonen, Betriebe, Vereine und Initiativen für die aktive Mitwirkung melden.
Dein Betrieb, Deine Initiative oder Dein Kulturort braucht günstige Räume? Zeige, was diese Räume für das Quartier und die Stadt ermöglichen.
Die IG Günstige Räume verbindet Betroffene und Unterstützende. Bringe Erfahrungen und Kontakte ein, teile Deine Geschichte und trage das Manifest in Dein Umfeld.
Als Erstunterzeichner:in mitwirkenNach Deiner Anmeldung und E-Mail-Bestätigung nehmen wir Kontakt auf oder laden Dich zu einem gemeinsamen Treffen ein. Eine Mitgliedschaft in der IG Günstige Räume ist dafür nicht erforderlich.
Ich möchte das Manifest unterzeichnenRäume sind Möglichkeiten.
Was günstige Räume für Gewerbe, Kultur und Soziokultur bedeuten.
Hier ist Raum für Deinen Beitrag.
Deine Geschichte teilen ↗Diese Menschen und Orte unterstützen uns.
Menschen, Betriebe und Institutionen aus Gewerbe, Kultur und Soziokultur unterstützen das Zürcher Manifest.
Wir zeigen nur freigegebene Namen. Auch Stimmen ohne öffentliche Namensnennung zählen mit.
Erstunterzeichnende
–insgesamt
Die ersten freigegebenen Namen erscheinen hier.
Statements und Videobeiträge folgen.
Unterzeichnende
–insgesamt
Die ersten freigegebenen Namen erscheinen hier.
Statements und Videobeiträge folgen.
Noch eine Frage?
Was unterstütze ich mit meiner Unterschrift?
Du unterstützt das Zürcher Manifest für erschwingliche Räume in der Fassung vom 30. Oktober 2026 und seine sieben Forderungen. Mit der Unterzeichnung wirst Du weder Mitglied der IG Günstige Räume noch unterzeichnest Du automatisch spätere Petitionen.
Was verlangt das Manifest für bestehende Gebäude?
Die günstigsten Mieten finden sich in bestehenden Gebäuden. Das Manifest verlangt, ihren Erhalt und ihre Transformation einfacher und günstiger zu machen als den Abriss. Als Anreize nennt es steuerliche und rechtliche Vorteile.
Was bedeutet das geforderte Moratorium?
Das Manifest fordert ein Moratorium für Planungen und Projekte, die bestehende günstige Räume verdrängen. Städtische und kantonale Grossprojekte mit solchen Folgen sollen sistiert werden, bis eine Lösung für den Erhalt oder Ersatz des günstigen Raums gefunden ist.
Geht es um einen einzelnen Standort?
Das Manifest richtet sich an Stadt und Kanton Zürich. Es verbindet die Anliegen von Gewerbe, Kultur und Soziokultur. Genannte Orte und Initiativen zeigen die Bedeutung günstiger Räume; mit Deiner Unterschrift unterstützt Du das gemeinsame Manifest.
Kann ich auch als Institution mitwirken?
Ja. Institutionen, Betriebe, Initiativen und Einzelpersonen können Erfahrungen und Kontakte einbringen und die Kampagne weitertragen. Unter «Als Erstunterzeichner:in mitwirken» kannst Du Dich melden.
Deine Angaben.
Deine Entscheidung.
Kontakt zur IG Günstige Räume über die Photobastei:
info@photobastei.chWie werden meine Angaben verwendet?
Wir erfassen Deinen Namen, Deine E-Mail-Adresse und Deinen Ort für die Unterzeichnung des Manifests. Du erhältst eine E-Mail mit einem persönlichen Bestätigungslink. Erst nach Deiner Bestätigung zählt Deine Stimme.
Ob Dein Name und Ort auf der Homepage oder auf einem Inserat erscheinen dürfen, entscheidest Du für beide Verwendungen separat. Deine E-Mail-Adresse wird dabei nicht veröffentlicht. Für die Unterzeichnung musst Du keine Postadresse angeben.
Für Fragen zu Deinen Angaben oder den Widerruf einer Veröffentlichungsfreigabe wende Dich an info@photobastei.ch.
Wer hat das Manifest erarbeitet?
Verfasst wurde das Manifest von Christian Schmid, der ZAS* Arbeitsgruppe «Günstige Räume für Zürich» und Romano Zerbini. Der Text entstand unter Einbezug der Interessengruppe «Günstige Räume für Zürich». Die vollständigen Angaben stehen im Manifest.
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